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Elterntaxis ade: Amberger Schüler laufen für sichere Schulwege

Erstelldatum02.06.2025

Sich nicht von den Eltern zur Schule fahren lassen, sondern zu Fuß gehen – das ist die Idee hinter der Aktion „Zu Fuß zur Schule“. Diesem Aufruf folgten 709 Grundschüler von drei Amberger Grundschulen 30 Tage lang. Für die fleißigsten Läuferklassen gab es nun eine Belohnung.

Viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule. Gehalten wird dabei an Bushaltestellen, im Halteverbot, in zweiter Reihe oder auf Gehsteigen. Das macht den Schulweg oft zu einem Hindernislauf und birgt obendrein Unfallrisiken.

Darauf möchte die Stadt Amberg zusammen mit dem Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz aufmerksam machen und hat dazu die Amberger Grundschulen mit ins Boot geholt. „Mit der ‚Zu-Fuß-zur-Schule‘- Aktion wollen wir ein größeres Bewusstsein für die Elterntaxi-Problematik schaffen“, so Oberbürgermeister Michael Cerny. Simone Reinhardt, Geschäftsführerin beim Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz, ergänzt: „Deshalb haben wir verschiedene Materialien entwickelt, die nicht nur die Eltern beziehungsweise die Erziehungsberechtigten informieren, sondern auch den Kindern spielerisch das Thema näherbringen.“ Das Highlight der Aktion war deshalb das „In die Schule, fertig, los“-Spiel. Dabei sammelten die Grundschüler 30 Tage lang für jeden zu Fuß zur Schule zurückgelegten Weg – egal, ob von zu Hause, einem Haltepunkt mindestens 250 Meter von der Schule entfernt oder der Bushaltestelle – bunte Blütenblätter. An der Aktion beteiligten sich drei Amberger Grundschulen: die Max-Josef-Schule, die Barbara Grundschule sowie die Ammersrichter Grund- und Mittelschule. Insgesamt nahmen in den Schulen 709 Kinder aus 31 Klassen von der ersten bis zur vierten Klasse teil, von denen der Schulweg fast 14.500-mal zu Fuß zurückgelegt wurde.

„Die Aktion ‚Zu Fuß zur Schule‘ hat gezeigt, wie engagiert unsere Schüler sind und wie wichtig es ist, ein Bewusstsein für sichere Schulwege zu schaffen. Ich bin stolz auf die Leistung unserer Schüler und hoffe, dass diese Initiative auch in Zukunft fortgesetzt wird, um die Sicherheit und Gesundheit unserer Kinder zu fördern“, betont Silke Kick, Rektorin der Max-Josef-Grundschule die Wichtigkeit der Aktion.

Die besten Klassen aller Schulen erhielten eine Urkunde sowie einen Zuschuss zur Klassenkasse – gesponsort von der VR Bank Amberg-Sulzbach eG. Stephanie Fuchs, Marketing VR Bank Amberg-Sulzbach eG fügt hinzu: „Wir freuen uns, die Aktion unterstützen zu können. Es ist beeindruckend zu sehen, wie engagiert die Schüler sind. Als regionale Bank ist es uns ein Anliegen, solche wertvollen Initiativen zu fördern und die Gemeinschaft zu stärken.“ Die Aktion „Zu Fuß zur Schule“ fand bereits zum fünften Mal statt.

Tipps für den Schulweg: 

  • Bevor Eltern ihren Nachwuchs alleine losziehen lassen, macht es Sinn, den Schulweg außerhalb der Schulzeiten, insbesondere die schwierigen Stellen, ein paar Mal gemeinsam abzugehen, bis sich das Kind sicher fühlt. Dabei ist nicht immer der kürzeste Weg auch der sicherste.
  • Der Schulweg sollte von den Kindern rechtzeitig angetreten werden, um nicht unter Zeitdruck zu geraten und gefährliche Fehler zu machen.
  • Vorbilder sind das A und O für Kinder. Deshalb sollten sich auch die Eltern immer an die Verkehrsregeln halten und mit gutem Beispiel vorangehen.
  • Sehen und gesehen werden, lautet die Devise: Mit dunkler Kleidung sind Kinder bereits nach 25 Metern für Autofahrer nicht mehr sichtbar. Mit heller Kleidung sind sie hingegen bis zu 40 Meter sichtbar, bei reflektierender Kleidung sogar bis zu 150 Meter. Helle Kleidung, Warnwesten und Reflektoren an der Schultasche sind deshalb absolut empfehlenswert.
  • Ist der Schulweg nicht komplett zu Fuß machbar, sollten Eltern versuchen, Fahrgemeinschaften zu bilden und die Kinder mindestens 250 Meter vor der Schule an einem sicheren Halteplatz in Richtung des Gehwegs aussteigen zu lassen. Die letzten Meter schaffen die Kinder dann gut und sicher – ohne Verkehrschaos – alleine.